VINCENT MÜHLENBECK

 

Fotograf Portrait: @paulsbilder

Vincent ist 2004 geboren. Seit seiner frühesten Kindheit zeichnet der freischaffende Künstler exzessiv. Seit er im Alter von 17 Jahren Acrylfarbe und Leinwand für sich entdeckt, werden seine Bilder immer bunter, größer und plastischer. 

Es sind ausdrucksstarke, abstrakte Gesichter, die der Hamburger erschafft. Auffallend sind die stets großen Augen und Zähne, die auf Totenköpfe schließen lassen. Diese bilden jedoch nur das Gerüst seiner Gesichter. „Auf dieses Gerüst habe ich mit Farbe Schicht um Schicht eine Art eigene Haut geschaffen“, so Vincent. Damit wandelt sich der kahle Schädel in farbenfrohe Gesichter – ohne den Anspruch der Zuordnung zu bestimmten Personen zu erheben. 

Vincents intrinsische Motivation ist sehr groß, er kann nicht anders als Malen. Tagsüber skatet der 19 jährige mit Leidenschaft, abends und nachts arbeitet er in seinem Hamburger Atelier. Der Künstler malt bevorzugt mit Acryl, Ölkreiden und Tinte auf Leinwand. Bei seinen neusten, kleineren Werken verwendet er zusätzlich Modellierschaum, um den Gemälden einen 3-D-Effekt zu verleihen.

Hier und da lässt sich der bislang autodidaktisch arbeitende Kunstschaffende von äußeren Einflüssen leiten. Comic- und Filmfiguren aus seiner Kindheit, ebenso wie eine Fotografie seines Opas oder Künstler wie Keith Haring, Basquiat oder Andy Warhol.

Vorbilder sind für ihn aber vielmehr Jonathan Meese – in seiner Art, wie er mit dem Publikum umgeht – Francis Bacon und Max Beckmann. [showhide type=“pressrelease“ More_text=“ weiterlesen…“ less_text=“wenigerlesen…“] Doch all diese kunsthistorischen Vorbilder sind marginal, kommen die Bilder doch vielmehr aus Vincents innerer Vorstellung. Inzwischen hat er seinen eigenen Stil gefunden. Immer wieder sind es Gesichter mit aufgerissenen Augen und Mündern, ausdrucksstark, nie lieblich, nie gefällig. Doch die Farbe beschwichtigt ihren manch krassen Ausdruck, verleiht ihnen eine Art Fröhlichkeit. Es sind Gesichter voller Leben: bunt, schrill, witzig, vielfältig und humorvoll. 

Vincents Bilder beschwören eine neue Form der Ästhetik. Es scheint ganz so als ob er nicht nach klassischer Schönheit in seinen Werken strebt. „Meine Gesichter zeigen manchmal eine hässliche Seite. Aber in der Hässlichkeit steckt auch eine eigene Schönheit. Für mich gehört das in meinen Bildern zusammen“, so der Künstler. 

Im Herbst 2024 beginnt Vincent sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Dort will er unter anderem lernen, professionell Skulpturen zu erstellen. Für seinen Malstil hat er schon jetzt den Begriff „expressionistischer Comic-Stil“ gefunden. [/showhide]